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Dreissig Jahre nach dem Operhauskrawall zeigt das Spiegeltheater

Köbi Santiago

Kriminalsatire nach dem Roman von Stephan Pörtner / Dramatisierung: Cory Looser
Regie: Annette Windlin
Mit: Walter Sigi Arnold, Eric Rohner, Vera Bommer
Dramaturgie: Cory Looser
Unterstützung der Dramatisierung und Lektorat: Utz Bodamer
Bühnenbild und Ausstattung: Ruth Mächler
Licht und Technik: Beat Auer
Ausstattungsassistenz: Valentina Mächler
Produktionsleitung: Alberto Ruano


Premiere
26.  Februar 2010 20:00 h Kulturmarkt, Zürich Ämtlerstrasse 23 8003 Zürich

Weitere Vorstellungen
27.  Februar 2010 20:00 h Kulturmarkt, Zürich Ämtlerstrasse 23 8003 Zürich
5.  März 2010 20:00 h Kulturmarkt, Zürich Ämtlerstrasse 23 8003 Zürich
6.  März 2010 20:00 h Kulturmarkt, Zürich Ämtlerstrasse 23 8003 Zürich
10.  März 2010 20:00 h Casino-Saal Aussersihl Rotwandstrasse 4 8004 Zürich
11.  März 2010 20:00 h Casino-Saal Aussersihl Rotwandstrasse 4 8004 Zürich
28.  Mai 2010 20:00 h Kleintheater Luzern Bundesplatz 14 6003 Luzern
29.  Mai 2010 20:00 h Kleintheater Luzern Bundesplatz 14 6003 Luzern
Reservationen: kontakt@spiegeltheater.ch / 044 450 58 85

Foto: Gertrud Vogler

Köbi ist in Finisterre, der westlichen Ecke Spaniens, gestrandet. Geflohen vor der Polizei,
einer Frau und sich selbst. Doch die Vergangenheit holt ihn ein und er muss zurück nach
Zürich, mitten in den Kreis vier. Freunde die in bewegten achtziger Jahren
zusammengefunden haben, verstricken sich heute mehr und mehr in einem
haarsträubenden Gewirr von Intrigen. Idealismus hat sich in Gewinnsucht verwandelt,
die sich ihren Weg gerne am Rand der Legalität bahnt.

Damals in bewegten Zeiten jobbte der jugendliche Punk „Köbi“ eine Woche und lebte
davon einen Monat. Heute ist die Studentin „Nora“ froh, wenn sie überhaupt irgend-
einen Job findet. Im neuen Jahrtausend hat sich Zürich zur Partystadt mit mediterranem
Flair und grossstädtischen Preisen gemausert. Wer es sich leisten kann, schlendert
durch die Kreise 4 und 5, um etwas Verruchtheit zu inhalieren.

Köbi Santiago ist Milieustudie und Kriminalsatire in einem. Knapp formulierte Dialoge
widerspiegeln mit trockenem Humor und süffisantem Spott das Zürcherische. Nur nicht
über Gefühle reden, auch wenn diese das Gehirn fast überfluten. Stephan Pörtner
verpackt gerechten Zorn über alles, was so an Korruption und generell
Himmelschreiendem geschieht, in eine spannende Geschichte. Pörtner, selbst
jahrelang im Kreis vier wohnhaft, kennt das Umfeld. Ganz der Selbstironie verpflichtet,
gleitet er nie ins Sentimentale ab. Die Dramatisierung konfrontiert die alten Kämpfer mit
der jungen Nora. Pragmatisch, beharrlich, aber nicht ohne Lebenslust, setzt sie ihnen
den Spiegel vor.


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Traumjobs


von John von Düffel

Regie: Bodo Krumwiede
Schauspiel: Stefan Kollmuss und Bodo Krumwiede
Regieassistenz: Oliver Rico
Ausstattung: Clifford Lilley
Dramaturgische Beratung und Produktion: Cory Looser
Produktionsleitung: Alberto Ruano


10.  März 2010 20:00 h ONO Bühne Kramgasse 6 3011 Bern
11.  März 2010 20:00 h ONO Bühne Kramgasse 6 3011 Bern
Reservationen: www.onobern.ch / 031 312 73 10

Neapels Camorra expandiert und hält nördlich der Alpen Ausschau nach geeigneten
und loyalen Arbeitskräften. Berufsberatung wie man sie sich in Krisenzeiten wünscht.
Traumjobs werden versprochen und der leichte Weg zum Erfolg.
Ein deutscher Camorrist wirbt mit Slogans wie: „Die Camorra tut etwas für ihre Leute,
bei uns fällt keiner durch’ s Netz.“ Nüchtern und anschaulich berichtet er von seiner
Vorzeigekarriere bei der neapolitanischen Mafia, seinem laut- und scheinbar
gewaltlosem Werde- und schliesslichem Weggang von ihr und ihren modern diskreten
Zwängen.

Der Autor
John von Düffel ist 1966 in Göttingen geboren; Er studierte Philosophie und
promovierte 1989. Nach kurzer Tätigkeit als Journalist und Theaterkritiker
arbeitete er von 1991 an als Dramaturg in Stendal, Oldenburg, Basel, Bonn und
seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Das erste von ihm geschriebene Theaterstück „Oi“
wurde 1995 uraufgeführt. 1998 erhielt von Düffel für "Vom Wasser" beim Ingeborg-
Bachmann-Wettbewerb den Ernst-Willner-Preis. Der Autor wurde inzwischen mit
weiteren bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet. "Nachtfahrt" erschien 1999,
der Roman "Zeit des Verschwindens" im Jahr 2000, 2004 "Houwelandt", 2007 „Beste
Jahre“. 2004 wurde in Zürich im theater sogar sein Stück „Die Unbekannte mit dem
Fön“ erfolgreich aufgeführt. Das Stück „Traumjobs“ wurde im Februar 2009 in Stendal
uraufgeführt und bezieht seine Fakten zur Camorra aus Roberto Savianos sensationeller
Reportage „Gomorra“.


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DISPARITION - Ich will hier raus
Von Nacer Khemir


20.  März 2010 20:00 h Fass Keller Webergasse 13 8200 Schaffhausen
27.  März 2010 20:30 h Meck à Frick Gleisgasse 17 5070 Frick
Reservationen: kontakt@spiegeltheater.ch / 044 450 58 85



Spiel: Anny Weiler, Stefan Kollmuss, Lukas Ullrich, Bodo Krumwiede
Regie: Cory Looser, Dramaturgie: Utz Bodamer,
Regieassistenz: Samira El-Waawi, Produktionsleitung: Theres Affolter

Zina, die Mutter, versteckt ihre beiden Söhne in einem geheimen Zimmer
vor der politischen Polizei. Auf der Suche nach den Brüdern belästigt ein Offizier Zina mit
stetigen Hausdurchsuchungen, mit unbequemen Befragungen. Das freundschaftliche
Verhältnis der Brüder wandelt sich in der Gefangenschaft immer mehr zum politischen
Streit. Beide finden weder Halt an den Errungenschaften derwestlichen Welt, noch an der
heutigen muslimischen Gesellschaft.
Mehr und mehr verficht Mahdi, der jüngere, fundamentalistische Ideen. Diese prallen auf
Bachirs demokratisch freiheitlich ausgerichtete Weltsicht. Die Mutter vermag das
Zerwürfnis der Brüder nicht aufzuhalten. Es ist ein Kampf bis aufs Messer.

Der Autor
Der berühmte tunesische Filmemacher Nacer Khemir hat in der Schweiz mit „Le collier
perdu de la colombe“ und mit seinem letzten Film „Bab Aziz“ grosse Bekanntheit
erlangt. Für das Spiegeltheater schrieb er das Stück Disparition-ich will hier raus.
Es ist eine Reflektion über den Entstehungsprozess fanatischen Gedankengutes.
Angesiedelt im arabischen Raum zeigt Disparition sozialpolitische Mechanismen,
die auch bei uns ihre Gültigkeit haben.
© by Spiegeltheater - Konzept: Eliane Schott